„Die besten Monate meines Lebens“
E-Mail-Interview mit Alex Humphrey, Fragen und Übersetzung von Susanne Störmer, © 1997
Frage: Hast Du Dich für die Titanic interessiert, bevor Du bei dem Cameron-Film mitgearbeitet hast?
Alex: Ich habe einige der älteren Titanic-Filme und ähnliche Schiffskatastrophenfilme gesehen. Die meisten von denen fand ich nicht so beeindruckend. Mehr beeindruckt war ich von „Moby Dick“ und „Billy Bud“, die mehr vom Horror der Menschen auf See, der Schiffe und dem Meer selbst handelten. Ich wurde also immer zur See und Geschichten darüber hingezogen, obwohl es nicht speziell die Titanic war. Natürlich war ich überrascht, als ich bei den Dreharbeiten feststellte, dass viele der Statisten aus England, Australien, Neuseeland und von überall aus Europa und Amerika kamen, um beim Film dabei zu sein. Die meisten von ihnen waren Mitglieder der Titanic Historical Society, von der ich bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht wusste, dass sie existierte. Aber die Statisten selbst ähnelten nicht den normalen Statisten. Wie ich schon sagte, kamen sie aus aller Welt und wussten so viel über das Schiff, seine Besatzung und Passagiere wie ein durchschnittlicher Historiker.
Frage: Interessierst Du Dich seitdem für die Titanic?
Alex: Ja, ich bin ein wenig zu einem Titanic-Fan geworden … aber nicht in dem Ausmaß wie einige von denen, denen ich begegnet bin. Ich habe eine echte Verbindung während einer Nacht bei den Dreharbeiten gefühlt. Die meiste Zeit des Films spielten wir Leute, die vielleicht oder vielleicht nicht überlebten. Es war übrigens eine großartige Zeit, so ein bißchen wie wir gespielt haben als wir noch Kinder waren. Wir hatten Ausstattungen, Verkleidungen und ein großes Schiff (90% Nachbau), um darauf zu spielen. Das Schiff bewegte sich und sank, und wir hatten unsere Gesichter in die Kamera zu halten und ein bißchen zu schauspielern … und die ganze Zeit wurden wir dafür bezahlt, um in Mexiko zu spielen. Großer Spaß. Die besten siebeneinhalb Monate meines Lebens, wirklich. Aber da war eine Nacht, als ich mich an meinen Kumpel und Seemann Julian wandte. „Mir ist gerade in den Sinn gekommen“, sagte ich, „dass wir jetzt Leute spielen, die mit großer Sicherheit nicht überleben werden und das wäre uns zu diesem Zeitpunkt bewusst gewesen.“ Mit dem Wasser um unseren Beinen, als das Schiff im Wasser verschwindet, das letzte Rettungsboot schwimmt davon, es war ein einzelner aufwühlender Moment. Wir hörten dann Josh (1. AD) nach „Bewegung! Tempo! Hintergrund … Action!“ rufen. Mit neu entdeckter grimmiger Hingabe schmissen wir uns wieder im frischer Energie an unsere Arbeit.
Frage: Was hat Dich während der Dreharbeiten beeindruckt?
Alex: Der vielleicht beeindruckenste Teil der Dreharbeiten war, dass man das Schiff auf 5 Meilen Entfernung sehen konnte. Es wird gesagt, dass das Schiff ein 90%-Nachbau ist, aber um ehrlich zu sein, es ist ein 100%-Nachbau, sie haben nur den Bug und das Heck etwas verkürzt. Wegen der Kameraoptik kann man das nicht erkennen, und es sparte Millionen von Dollar … Nur die Titanic-Historiker werden das erkennen, hauptsächlich, weil dadurch einige Fenster verloren gingen. Aber das Schiff ist immer noch groß, und es bewegt sich, sinkt und kommt wieder hoch, in einem gigantischen Swimming Pool! Der Pazifik ist im Hintergrund; verbunden mit einem ziemlich konstant wehenden Nordwind, der den Rauch von den Schornsteinen zum Heck bläst, ist das ganz glaubhaft – die personifizierte Illusion. Im Film wird niemand bezweifeln, dass es die richtige Titanic ist, die irgendwie wiederhergestellt wurde und nun wieder schwimmt. Ich überzeugte sogar einige neu angekommene Statisten, dass Cameron das Schiff nur für seinen Film gehoben und repariert hat.
Frage: Du hast mit Cameron gearbeitet. Wie war das Arbeiten mit ihm wirklich?
Alex: Es ist viel über Cameron geschrieben worden (meistens negativ). Und während viel davon vielleicht wahr ist, ist es übertrieben und aus dem Zusammenhang gerissen. Ja, er schrie viel, aber ich habe schon mehr Geschrei und Hitzköpfe bei anderen Film- und Fernsehdreharbeiten gesehen, und da war nur sehr wenig, gegen das ich mich aufgelehnt habe. In der 2. Woche der Dreharbeiten fragte Mr. Cameron mich nach meinem Namen, und der 1. AD und all die anderen kannten mich gut, und Mr. Cameron schrie mich niemals an. Ich machte meinen Anteil an Fehlern, und da ich ziemlich neu war, machte ich mehr als den mir zugestandenen Anteil an Fehlern. Aber die Sache ist, dass ich (fast) nie Fehler mache, weil ich nicht aufpasse oder weil ich einen Fehler wiederhole. Ich sah ihn die Geduld verlieren, nicht bei Fehlern (Irren ist menschlich), sondern wenn jemand ständig einen Fehler wiederholte. Ein Beispiel: Ein Tagesschauspieler sollte seine Schwimmweste seinem Kapitän geben. Als er das machte, fiel sein Hut herunter, dann stoppte er mitten im Satz und hob seinen Hut auf. Nach sieben Aufnahmen war Camerons Geduld am Ende, und er nahm den Hut des Tagesschauspielers und stapfte darauf herum … „Das Schiff geht unter, ihr werdet alle sterben! Du gibst Deinem Kapitän eine Schwimmweste, damit er anstelle von dir vielleicht die Nacht überlebt. Also wirst du dich nicht um diesen dummen Hut kümmern!!!“ Ich glaube, wenn ich Regie führen würde (für $20.000 am Tag), wäre ich, wenn sich ein Tagesschauspieler kontinuierlich so angestellt hätte, viel früher viel schlimmer ausgerastet.
Die Crew sprach generell von ihm als Jim, und wenn er Statisten und Tagesschauspielern zugänglich war, sprach ich ihn – wie es auch Josh und Sebastian taten – mit „Sir“ an, obwohl sie auch oft „Jim“ benutzt haben. Aber viele der Statisten und Tagesschauspieler sagten „Guten Morgen“ usw. bei Tagesdreharbeiten, und Cameron bemühte sich, unsere Namen zu erinnern und uns spezielle Anweisungen zu geben über das, was er wollte. Und im großen und ganzen gaben wir ihm mehr, als wir es für möglich gehalten haben.
Die negativen Gerüchte kommen vielleicht daher, dass wir im Fernsehen manchmal Szenen zwei bis vier Mal drehen, und in den meisten teuren Filmen wird dieselbe Szene sechs bis acht Mal gedreht … In TITANIC kann ich mich an keine Szene erinnern, die wir nicht mindestens 20 Mal in einer Nacht gedreht und das alles für drei bis zehn Nächte wiederholt haben … Der einzige Grund, warum wir nicht mehr je Nacht gedreht haben, ist, dass wir gewechselt haben, um eine weitere von vier andereren Szenen zu drehen. Cameron wollte, dass es das Beste wird, was er bis jetzt der Öffentlichkeit geboten hat, und er war verdammt entschlossen, dass wir das auch verstehen. Und manchmal sind Statisten und Crew nicht daran gewöhnt, alles zu geben, sie sind es gewohnt, das zu geben, was sie für erforderlich halten. Und mit Cameron war das nicht genug.
Ich glaube, die Frage ist, abgesehen von allen anderen, ob ich jemals wieder mit Cameron arbeiten würde? Ja, gar keine Frage. Ich beweise mich lieber selbst mit jemanden, der sich selbst und die Studios bis an die Grenzen herausfordert, um etwas auf die Beine zu stellen, das nicht nur gut ist, sondern das Beste, bevor ich für eine Produktionsfirma arbeite, bei der „in Ordnung“ ausreichend ist.
Frage: Kannst Du einen normalen Tag bei den Dreharbeiten beschreiben?
Alex: Einen normalen Tag? Was kann das bedeuten? Okay, aufwachen in einem vertrauten Hotelzimmer im Don Luis in Rosarito, Mexiko. Ins Restaurant gehen, einen Salat essen und einen Kaffee trinken. Einige von den anderen Tagesschauspielern und Statisten beim Frühstück treffen. Den Frischvermählten Simone und Ben aus Australien, die ebenfalls beim Film mitwirken, zuhören, während Ben vom Segeln um die Inseln vor der Westküste Neuseelands erzählt. Die meisten Statisten besteigen den offiziellen TITANIC-Shuttle-Bus, ich fahre mit meinem Truck zum Studio und kaufe eine Zeitung auf dem Weg. Die Sicherheitskräfte grüßen mich, als ich das Studio betrete (sie haben sich schon so lange an mich gewöhnt, dass sie nicht überprüfen, ob ich arbeite, solange ich keinen anderen in meinem Truck mitbringe), schlurfe in meinen Shorts, T-Shirt und Sandalen zum CHECK-IN … lese die ganze Zeit eine Zeitung und trinke dabei eine Tasse Kaffee … zu meiner Linken werden 30 Statisten darin trainiert, Heizer zu sein und wie sie die Kohle mit ihren Schaufeln zu werfen haben … zu meiner Rechten fallen Stuntmen von 70 Fuß (= ca. 21 Meter, Anm. der Übersetzerin) hohen Türmen auf Luftsäcke, um sich für die Dreharbeiten in der Nacht warmzumachen. Überall sind Arbeiter damit beschäftigt, Stützen herzustellen. Permament wird irgendwo geschweißt … Crews streichen Sektionen von der Titanic, die wir in der Nacht zuvor beschädigt haben, wieder neu.
Zum Check-In gehen und Garderobe, danach das Haar und die Maske. Versuche, die Frau meiner Träume zu finden und ihre Aufmerksamkeit zu erregen, um mich ihr vorstellen zu können. Es ist ein Gefühl wie im Gymnasium oder im Kindergarten. Unsere PAs Keri und Yvette schieben Statisten durch die Garderobe und Haar. Unsere Casting-Direktoren Tina und Diedra sind damit beschäftigt festzustellen, welche Statisten heute Nacht in welcher Gruppe für welche Szenen sein werden. Zu diesem Zeitpunkt der Dreharbeiten bin ich schon 1. Klasse, 2. Klasse und 3. Klasse, dann Ersatz, dann Fotodouble für verschiedene Schauspieler gewesen. Nun sollte ich einen Schauspieler für den Rest des Films ausfüllen/ersetzen. Er hat offensichtlich nicht so gearbeitet, wie man es sich vorgestellt hat. Also bin ich jetzt ein Seemann.
Ich registriere, dass sich viele Statisten mit anderen Statisten in ihren damaligen sozialen Gruppen zusammentun … 1.-Klasse-Gäste hängen nur mit anderen 1.-Klasse-Gästen herum und 2. Klasse mit 2. Klasse usw. … Euin Soziologe oder Psychologe könnte ein Thesenpapier darüber aufstellen … Besonders, wenn jemand die Klasse gewechselt hat, hielt er oder sie sich überwiegend mit den Leuten seiner neuen Klasse auf. Ich war jetzt ein Seemann, und zu Keris Freude waren wir ständig in einer Gruppe zusammen und warteten auf Keris Anweisungen.
Mit wasserfester Wäsche unter unseren Uniformen latschen wir zum gigantischen, sich bewegenden Dampfer, der diesen Film in die Geschichte eingehen lassen wird. Ob gut oder schlecht, das wissen wir nicht, aber wir vertrauen darauf, dass man Mr. Cameron keine 200 Millionen Dollar plus den 100 Millionen Dollar, um das Studio zu bauen, für einen durchschnittlichen Film bewilligt hätte. Abgesehen davon – und für mich ganz besonders – war es schwer, alles als gegeben hinzunehmen. Hier waren wir auf einem Modell der Titanic, und heute Nacht gingen wir wieder unter. Ich klammerte mich an die Reling, Dampfwolken um mein Gesicht herum. Das Wasser ist kalt. Julian raucht eine Zigarette, Ben macht Darstellungen. Ich reiche meine Schlüssel und Gutscheine zu einem anderen Seemann oben auf der Brücke … Er wird wahrscheinlich nicht so nass werden wie ich. Ich schreie die 3.-Klasse-Passagiere, die verzweifelt versuchen, an mir vorbei zum letzten Rettungsboot zu kommen, an: „Ertrinkt, ihr räudigen Hunde. Ihr werdet wie Ratten ertrinken. Wenn ihr mit einem Rennboot fahren wollt, dann hättet ihr mehr bezahlen müssen!“ usw. Josh brüllt: „Alex, halt’s Maul!“ Cameron ruft zu Josh, wo er die zentrale Kamera haben möchte, während er vom Hauptdeck aufnimmt. Crews kommen und befestigen fünf sechs Fuß (= ca. 2m, Anm. der Übersetzerin) hohe Trittleitern um ein 10×10 Fuß (= ca. 3 x 3 Meter, Anm. d. Übersetzerin) großes Quadrat auf dem Deck … Cameron nimmt eine Kamera und setzt sich oben auf eine Leiter, und ähnlich besetzen Kameramänner die anderen Leitern … Wir sind zu seinen Füßen, und das Wasser ist knöcheltief … Josh ruft: „Ruhe bitte!“, Sebastian ruft: „Silincio por favor!“ Cameron schreit: „Lasst es herunter!“, langsam beginnt das Schiff zu sinken, das Wasser beginnt über die Wände zu steigen und fließt langsam zu uns herauf … „Bewegung“, „Tempo“, Martin (ein anderer Tagesschauspieler, der bedeutend mehr Geschichten als ich erzählen kann) schreit: „Zu uns, die Wasserbabies!“, Josh brüllt: „Hintergrund … Action!“ Das Wasser strömt zwischen uns, als wir versuchen, die 3. Klasse vom Rettungsboot zu drängen … Billy Zane (Darsteller von Cal Hockley, Anm. d. Übersetzerin) und einige 1.-Klasse-Passagiere drängen sich durch uns hindurch zum letzten Rettungsboot … Stuntmen versuchen, die dünne blaue Linie, die wir gebildet haben, um die 1. Klasse entkommen zu lassen, zu überrennen … Das Wasser ist jetzt hüfttief! Das Rettungsboot schwimmt davon … Wir erhalten unser Zeichen vom Stunt-Koordinator, diese Szene zu verlassen. Ich brülle: „Raus hier! Bewegung! Marsch, marsch, marsch!“ und schiebe die letzten von meinen Seeleuten und Passagieren durch die Absperrung und an den Kameras vorbei, denn jetzt schwimme ich acht Fuß (= ca. 2,40m, Anm. der Übersetzerin) über dem Deck, das einen Moment zuvor noch trocken war! Und die ganze Zeit sind Cameron und sieben andere Kameraleute um mich herum. Was für ein Gedränge. Cameron schreit: „Schnitt … Von vorne!“, und wir bereiten uns darauf vor, alles noch mal zu machen – mit Änderungen und Verbesserungen … Es sind noch viele Stunden, bis die Sonne aufgeht.
Frage: Erinnerst Du Dich an einen lustigen oder bemerkenswerten Zwischenfall während der Dreharbeiten?
Alex: Tonnenweise, die meisten davon sind Folgen von Fehlern, die von den langen Stunden über Monate resultieren, und sie sind Humor auf Kosten anderer, deswegen werde ich sie nicht an Leute weitergeben, die nicht dort waren.
Frage: Gibt es nicht irgendwas von diesen Dingen, die Du doch erzählen kannst?
Alex: Ein sicheres Ereignis, das kaum die Gefühle von anderen verletzt? Hmm … Okay … Es war eines Tages bei den Dreharbeiten … Es ist die Aufgabe des 1. AD Josh, sich um all die Dinge zu kümmern, für die der Regisseur keine Zeit hat … Die kleinen Dinge, die großen Dinge, grundsätzlich alles, wofür man keine kreativen Anweisungen benötigt. Wenn also irgendwas nicht stimmt, dann ist Josh der erste, der davon laut und deutlich hört. Ich kann nicht sagen, dass ich den Job haben möchte. Er hatte viel Verantwortung und er hatte viel Druck … Ich fühlte so manche Nacht mit ihm, wenn alles irgendwie schief zu laufen schien und wir alle wussten, dass er diese Dinge nicht kontrollieren konnte, wie zum Beispiel das Speedboat im Meer hinter uns order irgendwas anderes ähnlich Lächerliches, das die Produktion aufhielt. Er nahm mich hart ran und erwartete das Beste von mir, und ich versuchte, mein Bestes zu geben, manchmal dachte ich, er dachte: „Wo haben die nur diesen fetten Typen gefunden?“ Einmal habe ich sein „Q“ falsch verstanden und kam zu spät in die Szene hinein. Er machte mich ziemlich an, weil ich nicht das getan habe, was mir aufgetragen wurde, und ich antwortete: „Sorry, Sir, mein Fehler, soll nicht wieder vorkommen, Sir …“ usw. Das also ist Joshs Aufgabe. Ich habe ihn später mal gefragt, wieviel von seinem Job mit dem ganzen Geschrei und den ganzen Befehlen nur Schauspielerei ist. „Es ist alles Schauspielerei“, antwortete er.
Es war also ein Tag, an dem Cameron Josh hart ran nahm, und als es lief, da nahm Josh uns bei einer Szene hart ran. Cameron schrieb: „Schnitt … was zum Teufel? Josh!! Josh, was zum Teufel ist das?“ Josh sah sich um und versuchte herauszufinden, was denn jetzt schon wieder falsch sein könnte. „Keine Ahnung, Sir, aber ich bin dran“, immer noch nicht wissend, worum er sich nun kümmern musste. Dann drang das Geräusch von Musik in unsere Ohren … „Josh! Es ist eine verdammte Mariachi-Band! Josh, da waren keine Mariachi-Bands auf der Titanic!“ – „Ja, Sir, weiß ich, Sir, die sind gleich weg, Sir!“
Irgendwie hatte sich eine Mariachi-Band ins Studio auf die Titanic durchgekämpft und machte nun ihren Weg über das Deck der Titanic auf Josh zu … Ich kann mir nur vorstellen, was Josh alles durch den Kopf ging, als die Band ihn umzingelt hatte, als er versuchte, jemanden zu finden, der der Band übersetzte, dass wir sie nicht haben wollten, und Cameron schrie über die Lautsprecher, dass die Marichi-Band vom Drehort fortgeschafft werden sollte. Da änderte die Band ihr traditionelles Stück in „Happy Birthday“, worauf Cameron sagte: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jsoh!“ Ich glaube, die Erfahrung kostete Josh schätzungsweise sechs Monate seines Lebens.
Frage: Hast Du inzwischen den vollständigen Film gesehen? Wenn ja: Wo? Wenn nein: Wirst Du Dir den Film ansehen?
Alex: Nein, ich habe den Film noch nicht gesehen. Obwohl mich diverse Reporter per e-mail kontaktiert haben und mir gesagt haben, dass sie den Film gesehen haben und ihn ein zweites Mal sehen werden und dass wir alle ganz stolz darauf sein können. Für einen Film von über drei Stunden Länge gibt es keine Längen und er scheint gar nicht so lang zu sein. Ich hoffe, den Film bei einer Mitwirkendenpremiere am 19. (Dezember, Anm. der Übersetzerin) in San Diego zu sehen, zusammen mit der jungen Frau, die ich für sieben Monate bei den Dreharbeiten herumgeführt habe, obwohl ein anderes Kino mich und einige andere Tagesschauspieler oder Statisten gebeten hat, zu deren Premiere am 20. (Dezember, Anm. der Übersetzerin) zu kommen. Ich werde versuchen, bei beiden Terminen anwesend zu sein.
Frage: Hattest Du als Statist (und später Quartermaster Olliver) die Möglichkeit, Einfluss auf den Film oder die Dreharbeiten zu nehmen?
Alex: Ja, gut, während der Southampton-Szene haben wir die Szene gefloppt. Das heißt, dass wir alle unsere Zeichen etc. spiegelverkehrt hatten, denn wir planten, den Film später rückwärts zu reproduzieren. Das nennt man Flopping. Also hatten wir dafür Sorge zu tragen, dass alle Knöpfe unserer Jacken auf der anderen Seite waren, und dass wir einen Rechtsscheitel trugen und keinen Linksscheitel usw. Das wird oft in Filmen gemacht, denn es spart Geld und Zeit (die auch wieder Geld ist), indem man weniger Platz benötigt und nicht von so vielen verschiedenen Winkeln filmen muss, und man floppt den Film, um die Illusion von mehr Raum zu erwecken. In Southampton wurde die Szene gefloppt, weil (lange Erklärung) das Schiff an einem Strand am Meer gebaut ist, wo ein konstanter Nordwind bläst … das wiederum heißt, dass der Wind üblicherweise von Norden nach Süden bläst und damit den Rauch von den Schornsteinen hinter das Schiff trägt, wodurch der Eindruck entsteht, dass das Schiff sich bewegt, ohne dass man große Gebläse benötigt, die sowieso nicht so gut arbeiten würden … Wenn Du Dir also das Schiff vorstellen kannst – Bug nach Norden, und der Pazifik ist an backbord und der Kai ist (offensichtlich in diesem Moment) an steuerbord, dann sehen wir ein Problem: Die Backbordseite des Schiffes (links) ist die Seite, die dem Kai zugewandt ist … Die meisten Leute wissen nicht mal, dass die Backbordseite die linke Seite des Schiffes ist, und dass das Schiff mit backbord an den Kai kommen muss, aber das ist ein Beispiel, wie sehr versucht wurde, die Fakten korrekt zu bringen … Also wurde schon im frühen Planungsstadium entschieden, dass Southampton gefloppt wird. Da sind wir also, 1500 Statisten winken „Auf Wiedersehen“ zu ihren Freunden und Verwandten … Die ganze Zeit winken wir natürlich mit unseren rechten Händen … Ich erwähnte es gegenüber Bo und dann Sebastian (2. 2. AD und 1. AD), dass. wenn wir gefloppt wurden und alle mit unseren rechten Händen winken, es so aussehen wird, als wenn wir mit unseren linken Händen winken. Sebastian gab mir seinen gequälten Ausdruck des Erkennens, an das ich mich in den nächsten Monaten noch sehr gewöhnen sollte, und für die nächsten drei Tage winkten wir alle mit unseren linken Händen.
Frage: In welchen Rollen können wir Dich in diesem Film sehen?
Alex: Ich begann als 1.-Klasse-Passagier in den Speisesaalszenen, dann war ich 2.-Klasse-Passagier, der in Southampton an Bord geht und winkt. Ein 3.-Klasse-Passagier, der sowohl an Bord geht als auch sich darauf vorbereitet, das Schiff zu verlassen … dann wieder 2. Klasse, ich versuche, Faltboot A oder B mit fertigzumachen, damit es das Schiff verlassen kann. Dann war ich Ersatz und Fotodouble für diverse Leute, und wann immer es die Zeit erlaubte, ging ich zu den Hauptdarstellern. Dann, nachdem ich enger mit Cameron und all den anderen gearbeitet hatte, wurde ich gefragt, ob ich mit einem britischen Akzent sprechen könnte. Ich antwortete, dass ich schnell lernen könnte … Also nahmen sie mich für einen Schauspieler, der als Quartermaster Alfred Olliver nicht überzeugte. Also tat ich mein Bestes und hing bei den Briten, Australiern und Neuseeländern herum, um an einem akzeptablen Akzent zu arbeiten, bis sie zufrieden waren, dass ich keine Beleidung für ihre Familien zuhause war. Dann auf zur Bühne mit der Brücke der Titanic als der Quartermaster, der Quartermaster Robert Hichens vor, während und nach 22 Uhr am 14. April assistierte, als wir den Eisberg streiften. Ich machte einige „Ja, Sah, No, Sah“ usw., dann gehöre ich mit der zu der Linie, die die 3. Klasse von den Rettungsbooten fernhält, dann schwimme ich selbst zu einem Rettungsboot (vielleicht haben die das rausgeschnitten … meine wasserfesten Sachen gaben mir einen sehr guten Auftrieb, so dass mein Schwimmen merkwürdig aussah) und halte durch, bis ich Rettungsboot 12 erreiche, wo wir den 5. Offizier Lowe treffen und seine Überlebenden übernehmen, damit er zurückrudern und nach weiteren Überlebenden suchen kann. Ich bin der Seemann rechts neben ihm und binde die Rettungsboote aneinander fest … Einige weitere „Ja, Sah“ usw. … am Ende mache ich es dann bis zur Carpathia.
Frage: Kate Winslet sagtem dass due Dreharbeiten eine „schwere Prüfung“ waren. Stimmst Du ihr zu?
Alex: Ja, es war eine schwere Prüfung, genauso wie Oberstufe und Uni eine schwere Prüfung waren. Aber die Erfahrungen und die Leute und der Spaß haben alle Ärgernisse, die wir hatten, ganz klar wett gemacht, Aber da waren Momente, in denen ich einfach in das sich nähernde Wasser, das etwa 50° Fahrenheit (10° Celsius, Anmerkung der Übersetzerin) hatte, obwohl es in der Nacht bedeutend kälter zu sein schien, starrte, in denen ich mich für eine kurze Sekunde fragte: „Warum, zum Teufel, bin ich hier?“ Ungefähr zu der Zeit sah Cameron zu mir und sagte: „Wir sind alle gestorben und zur Hölle gefahren, und niemand hat sich darum gekümmert, uns dieses mitzuteilen.“ Ich lächle, sehe mich um, oh ja, wir sind hier, um einen Film zu machen, und einen verdammt guten sogar.
Frage: Kannst Du Dir vorstellen, warum Kate Winslet zu dem Schluss kam, dass die Dreharbeiten „eine schwere Prüfung“ waren?
Alex: Warum? Es dauerte drei Monate länger als jeder gedacht hat. Wiederholungen über Wiederholungen. Dann wurde eine Szene wiederholt, die wir vor drei Monaten abgedreht hatten, um sie zu verbessern. Weit weg von unseren Freunden und unserer Familie zu Hause. Ich kann mir vorstellen, dass selbst viele Leute in der Industrie dieses als „schwere Prüfung“ bezeichnen würden. Ich nicht, wir drehten zwei Mal eine Szene, und zwei Mal wurde ich gebeten, zurückzukommen, weil ich aus der Kamera geraten war oder der Film überbelichtet war … Ich ging gutgelaunt zurück. Wie ich schon sagte, zwischen den Erfahrungen, dieses mitzumachen, und den Leuten, die ich dort traf, liegen die besten siebeneinhalb Monate meines Lebens. Aber ich gehe ja auch mit Freuden zu USMC-Reserveübungen einfach nur aus Spaß an der Freude, ich bin also schon ein komischer Kauz.
Frage: Welche Anstrengungen wurden unternommen, damit alles historisch korrekt ist?
Alex: Es gab extreme Anstrengungen von allen, dass es ein historisch akkurater Film wird. An keinem Punkt ging Cameron gegen irgendwelches existierendes Material, nur um eine Story zu haben. Wenn es einen Mangel an Informationen gab, dann improvisierte er, aber wenn es auch nur den Hauch einer Information gab, dann war ein Heiligtum. Zum Beispiel fand er die wirklichen Hersteller der Bestecke und des Geschirrs heraus, und da diese Fabriken in England immer noch arbeiteten, brachte er sie dazu, ihm exakte Nachbildungen aus Silber für diesen Film zu liefern … Ich hasse es, daran zu denken, wie viele Bestecke in jeder Nacht verschwanden. Auch waren an jedem Kamerastandort Titanic-Bücher für die Kameraleute, ADs und Statisten vorhanden, damit die durchgeblättern werden konnten und jeder merkte, was wir warum taten. Und hoffentlich das kleinste Teil herausfanden, das falsch war.
Frage: Ist es möglich, dass wir Dich in anderen Filmen sehen werden?
Alex: Ich habe gerade einige Szenen in einem unabhängigen Film gedreht – „HAIR SHIRT“ – aber da waren auch einige Massenszenen in „DEEP IMPACT“ und „POODLE“ … und einige Dutzend TV-Shows, aber keine Worte und nichts Besonderes wie TITANIC.
Frage: Hattest Du die Chance, Dich mit den Hauptdarstellern zu unterhalten? Wenn ja: Würdest Du so nett sein und Deine Eindrücke mitteilen?
Alex: Sie waren alle sehr umgänglich und schrieben oft Autogramme und hielten sich zwischen den Aufnahmen bei den Statisten auf. Sie posierten auch für Fotos auf dem Gelände, obwohl Cameron ständige die Leute warnte, es nicht zu tun. Er drohte damit, die Kameras einzukassieren und die Leute zu entlassen, wenn sie während der Dreharbeiten fotografierten. Das Fotografieren hörte auf, und ich hörte nicht, dass jemand seine Kamera verlor oder aufgefordert wurde, die Dreharbeiten zu verlassen, weil er fotografiert hatte.
Arnold Schwarzenegger kam vorbei, um sich mal umzusehen. Er hatte mit dem Film nichts zu tun, aber er und Cameron sind gute Freunde, und obwohl viele Filmgesellschaften ihn gebeten haben, Terminator 3 (ohne Cameron) zu drehen, hat er rundheraus abgelehnt, indem er gesagt hat, dass er weder diesen noch irgendeinen anderen früheren Cameron-Film ohne Cameron machen wird. Man kann sich nicht helfen, aber man muss Arnold mögen. Während er diesen Besuch machte, machte er sich die Mühe, eine Stunde seines Lebens zu opfern, um zu dem Statistenraum zu gehen und dort Hände zu schütteln und Autogramme zu geben – nur weil es in der Stadt war.
Frage: Als ich den Film in London sah, fand ich Kathy Bates (Molly Brown) für eine nicht von Geburt an englisch sprechende Person sehr schwer zu verstehen. Spricht sie in diesem Film mit ihrem richtigen Akzent oder Dialekt?
Alex: Es war ein geübter englischer Dialekt.
Frage: Wie hast Du es geschafft, als Statist engagiert zu werden?
Alex: Das ist eine lange Geschichte … Ich war gerade von Sonoma County nach Südkalifornien umgezogen. Ich hatte in San Diego einen Job, den ich hasste … Fuhr mit einigen Freunden zum Surfen nach Mexiko und lief in einen Typen namens Adam, der mit seinem Hund Rudy unterwegs war. Er erwähnte, dass es mit beim Film TITANIC war und dass sie männliche Statisten, die keine Weicheier sind und für einige Monate Arbeit zur Verfügung stehen könnten, benötigten. Er gab mir eine Nummer, die ich am nächsten Tag anrief … Sie wollten Porträtfotos, welche Schauspielschule ich besucht hätte etc … So schickte ich denen einige alte Aufnahmen aus meinen College-Tagen und vergaß es. Sie sagten, dass 20.000 Menschen aus aller Welt versuchten, bei diesem Film mitzumachen, also, wie standen meine Chancen, ich war kein Schauspieler, hatte nicht die geringste Ahnung davon … Aber ich hatte Film als Nebenfach im College, und ich kannte mich bei Dreharbeiten aus. Es war James Cameron, der irgendeine große Produktion leitete, und als Filmnebenfächler wusste ich, wer er war, und da ich als Crew-Mitglied bei einigen kleinen Filmen mitgearbeitet hatte, wollte ich wissen, wie es bei einer großen Produktion abläuft. Also rief ich am nächsten Tag die Casting-Nummer ein weiteres Mal an und fragte nach den Abfahrtsorten und −zeiten für den Tijuana-Bus (ich nahm an, dass es einen gab), und sie gaben mir die Abfahrtszeit … Ich fuhr also zur Grenze, bestieg den Bus und wurde ins Studio gefahren. Der Bus war wie ein alter Schulbus mit Jesus vorne am Fensterkreuz und mit Marienbildern im Bus verstreut … Während der ganzen Zeit sangen viele (die Hälfte der Statisten kam aus Mexiko) im Bus irgendwelche spanischen Songs, so dass ich nur den Hauch einer Ahnung hatte, worum es ging. Dann rollen wir ins Studio, alle strömen heraus, während ich auf dieses 800 Fuß (ca. 240 Meter, Anm. der Übersetzerin) lange Schiff starre, das direkt aus den Geschichtsbüchern in diesen Hafen gesegelt zu sein scheint. Ich werde zum Statisten-Check-In getrieben … Ein freundlicher Herr fragt mich nach meiner Casting-Nummer … „Ich wurde gerade erst angeheuert. Ich habe noch keine, sie sagte, ich würde die von Ihnen bekommen.“ – „Wer heuerte Sie an?“ – Ich dachte an das Mädchen, von der ich die Beschreibungen erhalten hatte … „Maggie Soundso.“ … Offensichtlich war sie eine von denen, die Statisten anwarb, also gab es mir einen Ausweis und eine Nummer, machte ein Foto von mir und schickte mich in die Garderobe … aber er informierte mich, mich nicht umzuziehen, bis ich die Anweisungen dazu erhalte, denn ich war nicht auf der Arbeitsliste, sie würden mich für die Aufnahmen bezahlen und zur Grenze zurückfahren, oder ich könnnte warten und sehen, ob sie mich brauchen. Also trank ich pflichtergeben einige Tassen Kaffee und dachte über mich nach … (es ist immer schrecklich, wenn das passiert) Sie würden mich nicht nehmen, wenn ich nicht umgezogen bin … Also schleiche ich zurück in die Garderobe, ziehe einen 1.-Klasse-Smoking an und gehe zurück in den Warteraum … Ich erspähe einen PA, der mit einigen Statisten oder Hauptdarstellern daherkam und mit ihnen über ihre neuen Arrangements sprach … Ich springe auf und sage: „Ich brauche auch neue Arrangements!“, und so folge ich ihnen in ein 1000 Fuß mal 500 Fuß (ca. 300 x 150 Meter, Anm. d. Übersetzerin) großes Stahlgebäude und gehe eine Rampe 30 Fuß (ca. 9 Meter, Anm. d. Übersetzerin) nach unten … Es sieht mehr nach einem Luftschutzbunder als nach irgendwas anderem aus, dann überquere ich eine hölzerne Ziehbrücke, dann komme ich in eine rauchgefüllte Halle … Überall Licht … Ich erhalte Anweisungen, meinen alten Platz einzunehmen, bis sie entscheiden, dass ich mich umziehen soll … Also sehe ich mich um und versuche herauszufinden, wo mein alter Platz gewesen wäre, damit sie nicht feststellen, dass ich neu bin … bis James Cameron diesen dummen Statisten in seiner Aufnahme stehen sieht … „Wer bist Du? Was machst Du hier?“ Auf eine solch offensichtliche Frage kann ich nur mit der Wahrheit antworten: „Ich bin Ihr neuer Mann. Wo brauchen Sie mich?“
Frage: Wie kam es, dass Du bis zum Quartermaster Olliver aufgestiegen bist?
Alex: Nachdem ich Fotodouble und Ersatz warm arbeitete ich enger mit Mr. Cameron, Josh und Sebastian. Und ich denke, ich bewies ihnen, dass ich das, was sie sehen wollten, mit einem geringen Aufwand an Anweisungen und Anstachelungen leisten konnte. Wenn ich Anstachelung benötigte, nahm ich es so auf, wie es gemeint war. Das und dass ich pünktlich war und grundsätzlich eine positive Einstellung hatte. Ich vermute, dass meine schauspielerischen Fähigkeiten ziemlich adäquat sind, besonders im Hinblick auf meine Anmusterungstechnik. Also hatte jemand entschieden, dass der Schauspieler, der Quartermaster Olliver spielt, zweckmäßigerweise außerhalb der Aufnahmen bleibt, weil er in der Szene nicht erwähnt wird. Als also seine Szene kam, rief Cameron nach Quartermaster Olliver, er kam hereinspaziert, dann sah ihn Cameron an: „Den haben wir vorher noch gar nicht gesehen! Wo ist Alex?“, dann kam ich heranspaziert und nahm seinen Platz auf der Brücke ein. Ich glaube aber, dass er seine andere große Szene hatte, als er Kapitän Smith Tee anbietet. Also sollte er eine Nahaufnahme und einige Worte haben.
Frage: Ist da noch irgendwas, was Du erwähnen möchtest?
Alex: Viele Leute fragen mich … „Wie oft kann man den Film Titanic noch mal neu machen? Wieviele Katastrophenfilme benötigt man, um zu beweisen, dass man keinen guten Katastrophenfilm machen kann? Schließlich weiß man doch, was passiert?“ Um darauf zu antworten: Der Filmtrailer ist interessanter und aufregender und bewegender als jeder andere Katastrophenfilm, den ich gesehen habe (und ich habe eine ganze Menge gesehen), und um es einfach zu machen: Glaubt irgendjemand wirklich, dass Cameron 200 Millionen (Dollar, die Übersetzerin) plus weitere 120 Millionen (Dollar, die Übersetzerin), um ein Hilfsstudio in Mexiko für die Fox (20th Century Fox, die Übersetzerin) aufzubauen (das sind über 300 Millionen Dollar, Leute), in einen Film steckt, wenn er nicht glaubt, dass er etwas mehr anbieten kann als einen Katastrophenfilm? Da ist soviel mehr in diesem Film als nur ein bißchen Katastrophe. Und da ist soviel mehr von der Katastrophe als bisher in der Werbung in den Staaten gezeigt wurde. Also glaube ich, dass sich TITANIC gut machen wird, auch wenn er 400 Millionen (Dollar, die Übersetzerin) benötigt, um allein in den Staaten seinen Break-Even-Point zu erzielen … Ich glaube, es ist ein Film, den sich Leute ansehen werden und Jahrzehnte später noch darüber gelegentlich sprechen werden. Und höchstwahrscheinlich wird niemand wieder versuchen, einen Katastrophenfilm (besonders einen Titanic-Film) ein weiteres Mal in diesem großen Stil zu machen. In Zukunft wird alles mit Computern und nicht mit einem sich tatsächlich bewegenden Studio gemacht werden. Abgesehen von den speziellen Effekten und der Konstruktion des Studios glaube ich, dass es ein guter Film über Menschen und was sie machen, wenn sie ihrer eigenen Sterblichkeit gegenüberstehen, sein wird. Ich hoffe, dass er Leute dazu bewegen wird, anzunehmen, dass sie einen Hauch von der Schönheit und der Schrecken am 14. und 15. April 1912 erhascht haben.
Frage: Welche persönlichen Details würdest Du gerne über Dich lesen? Oder, um die Frage etwas anders zu stellen: Wie würdest Du Dich den Lesern vorstellen?
Alex: Ich bin ein College-Abgänger, der in dem Abgrund der Welt der Generation X verloren gegangen ist.