Über den Untergang der Titanic hat es schon einige Filme gegeben – fast direkt nach dem Untergang 1912 gab es zwei Stummfilme: „Saved from the Titanic“ mit der Titanic-Überlebenden Dorothy Gibson in den USA, Großbritannien und Frankreich und „In Nacht und Eis“ in Deutschland. Der Film mit Dorotby Gibson ist verloren gegangen, von „In Nacht und Eis“ existieren noch Ausschnitte und Kopien.

1929 folgte der britische Film „Atlantic“ – zwar hatte man auf den Namen „Titanic“ verzichtet, doch alle wussten und wissen, worum es geht. Der echte Name genannt wurde dann im deutschen anti-britischen Propaganda-Film „Titanic“ von 1943, der allerdings seinen großen Durchbruch erst nach Kriegsende haben sollte und auch immer mal wieder im Fernsehen zu sehen war – genau wie „(der Untergang der) Titanic“ von 1953 aus den USA.
In Deutschland gab es dann 1955 einen TV-Film namens „Die letzte Nacht der Titanic“, Regisseur war Volker von Collande. Dieser Film gilt heute als verschollen. 1958 wurde in Großbritannien „A Night to Remember“ produziert, Vorlage war das gleichnamige Buch von Walter Lord, früher ein Klassiker der Titanic-Literatur; deutsche Titel: „Die letzte Nacht der Titanic“.

Bei „A Night to Remember“ konnten noch Zeitzeugen als Beratende mitwirken; bei dem amerikanischen Film „SOS Titanic“ von 1979 ging das schon nicht mehr – dafür war es der erste Titanic-Film in Farbe. Es dauerte einige Jahre, bis der Film synchronisiert ins deutsche Fernsehen kam. Dafür gab es 1984 noch wieder einen deutschen TV-Film: „Titanic – Nachspiel einer Katastrophe“, der den amerikanischen Untersuchungsausschuss darstellte und damit die Dramatik des Untergangs durch die Zeugenaussagen transportiert.

Im Vorfeld des Cameron-Films gab es noch den kanadischen TV-Film „Titanic“ mit Catherine Zeta-Jones, aber dann wirbelte Camerons „Titanic“ die Filmwelt durcheinander.

Die nächsten Titanic-Filme kamen 2012 als TV-Filme (an einen Kino-Film wird sich nach Cameron vermutlich so schnell niemand mehr wagen und eine Fortsetzung ist ja auch durch die Natur der Geschichte ausgeschlossen): „Titanic“ aus Großbritannien und „Titanic – Blood and Steel“ als internationale Produktion.